13. Februar 2007

Gast-zu-Gast Empfehlungen begeistern

Hotelbewertungsseiten begeistern - wenn sie nicht manipuliert sind!

Wem, wenn nicht einem Gast, der das Hotel bereits erlebt hat, kann man glauben!? Das Web 2.0 eröffnet neue Möglichkeiten, um sich über Hotels und Destinationen zu informieren. In sogenannten Communities werden Empfehlungen und "Abratungen" ausgetauscht! Hotels, die gut sind und damit die Standards und Ansprüche des Gastes erfüllen, brauchen solche "Bewertungen" nicht scheuen - im Gegenteil, sie können sie als kostenlose Werbung ansehen. Hotels allerdings, die nicht den Ansprüchen der Gäste genügen, müssen der Tatsache ins Auge schauen und sich, wenn sie langfristig erfolgreich sein wollen, verbessern. Für sie können solche Seiten ein "Gratischeck" darstellen.

Die Abschaffung der Bewertungsseiten, wie sie sich viele Hoteliers wünschen, ist sowieso unmöglich - man muss in der Branche mit ihnen zu "leben" lernen und sie als Chance - als Gratiswerbung oder Beschwerdebogen - ansehen und proaktiv damit umgehen:
  • die Gäste animieren, das Haus auf seriösen Bewertungsseiten zu bewerten
  • sich selbst an der Community beteiligen, z.B. auf mögliche Beschwerden antworten "Herzlichen Dank, dass Sie uns darauf hinweisen. Der Mangel wurde dank Ihrer Aufmerksamkeit erkannt und bereits behoben."
  • Beschwerden oder negative Bewertungen keinenfalls löschen (sofern das überhaupt möglich ist), sondern offen und für alle sichtbar darauf reagieren
  • die Bewertung nicht selbst mit Lobeseintragungen manipulieren

Dass aber auch bei Hotelbewertungsseiten nicht alles mit rechten Dingen zugeht, berichtet der Verlag fuer die Deutsche Wirtschaft AG


Hotelbewertungen im Internet: Manipulation nicht ausgeschlossen. Ein Urlaub soll schön sein, und man will ja keine bösen Überraschungen erleben. Darum werden Hotelbewertungen im Netz immer beliebter. Viele Internetseiten sind aber wenig aussagekräftig und leicht zu manipulieren, hat das Magazin "test" herausgefunden. Von 8 großen Portalen halten die Experten nur eines für geeignet.

Im Prospekt sieht die Unterkunft für den Urlaub immer bestens aus. Einen besseren Eindruck über Zimmer, Lage und Service geben jedoch Berichte und Fotos von ehemaligen Urlaubern. Manche Kommentare auf den Hotelbewertungsseiten klingen aber einfach zu schön, um wahr zu sein. Um den Wahrheitsgehalt von 8 Portalen zu testen, schrieben die Experten der Stiftung eine völlig überzogene Bewertung für ein mittelmäßiges Hotel.

Nur 2 Anbieter, "hotelkritiken" und "holidaycheck", haben den Schwindel bemerkt. Alle anderen haben die Lobhudelei übernommen - obwohl die meisten auf ihrer Webseite versprechen, alle Einträge genau zu prüfen.

Im 2. Teil des Versuchs wurde nach 10 beliebten Hotels in 4 verschiedenen Ländern gefragt: Nur "holidaycheck" lieferte Aussagekräftige Bewertungen für alle Häuser. Oft waren auch die Einträge entweder veraltet oder gar nicht erst vorhanden. "test" hat außerdem probiert, wie viel es bringt, wenn man online die Preise für Pauschalreisen vergleicht. Das Ergebnis: Es lohnt sich, egal, ob bei großen oder kleinen Anbietern. Bis zu 600 Euro können 2 Personen bei einer 14-tägigen Badereise sparen.


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