25. Juni 2008
Frühstück und Freiheit
„Zuerst war es die Halbpension und irgendwann die Dreiviertelpension, die wir unseren Gästen zu verhältnismäßig immer besseren Preisen anbieten mussten, um mit den Preisvorgaben der Mitbewerber noch mithalten zu können, mit denen wir – auch aufgrund der von uns gebotenen Qualität – gar nicht mithalten wollten. Wir haben immer mehr Leistung zu fast beschämend niedrigen Preisen verkaufen müssen und sind irgendwann Gefahr gelaufen, in eine gefährliche Preisspirale – nach unten – zu geraten“. Klaus Pichler vom Hotel Ganischgerhof in Deutschnofen analysiert die Entwicklung in der Hotellerie der vergangenen Jahre äußerst nüchtern und er erläutert, wie sein Betrieb versucht, die Preisspirale zu unterbrechen, indem etwas völlig Neues gewagt wurde. „Seit dieser Sommersaison bieten wir auf unserer Preisliste keine Halbpension, keine Vollpension und auch keine Dreiviertelpension mehr an. In die Übernachtung inbegriffen ist ausschließlich das Frühstück, das bis 11 Uhr vormittags in Anspruch genommen werden kann“, so Pichler. „Alle anderen Konsumationen werden, sofern sie gewünscht sind, separat verrechnet.“ Das Restaurationsangebot besteht im Hotel Ganischgerhof dabei nach wie vor und wurde sogar noch erweitert. Hotelier Pichler: „Die Küche öffnet direkt nach Ende der Frühstückszeit und hält bis spätabends offen. Neben Menüs und anderen aufwendigeren Gerichten, die zu Essenszeiten angeboten werden, können die Gäste zwischen 11 und 23 Uhr jederzeit Speisen aus einer ‚kleinen Karte‘ bestellen.“ Das Konzept, Übernachtung und Verpflegung zu entkoppeln, dient dabei nicht nur einer sinnvolleren Preispolitik, sondern stellt auch eine Angebotsstruktur am Puls der Zeit dar. „Wir haben auf die neuen Anforderungen des Urlaubers von heute reagiert“, bekräftigt der Hotelier und spezifiziert: „Haben sich die Gäste vor 20 Jahren tagsüber noch vorwiegend auf der Liegewiese vor unserem Haus getummelt, so sind die Urlauber von heute in der Regel aktiv. Sie sind meist unterwegs, zum Motorradfahren genauso wie zum Wandern oder Golfen.“
Und diese Aktivitäten, meint Klaus Pichler, sollten die Gäste im Laufe des Tages in voller Freiheit auskosten können, ohne daran denken zu müssen, dass sie um 15 Uhr das Kuchenbuffet und um 19.30 Uhr das Fünf-Gänge-Menü in Anspruch nehmen müssen – für das sie ja bereits im Vorfeld bezahlt haben. „Dieses Zeitkorsett, das oft noch enger ist als im Arbeitsalltag, wollen wir den Urlaubern in unserem Haus ersparen“, bekräftigt er. „Wir geben ihnen quasi ein Stück ihrer Freiheit zurück: Die Gäste können ihren Tag zwanglos genießen, ohne das Gefühl haben zu müssen, etwas zu versäumen. Und wenn sie am späteren Nachmittag von einem Ausflug ins Hotel zurückkehren, können sie sich in aller Freiheit einen Kaiserschmarrn von der kleinen Karte zubereiten lassen.“ Das Besondere am Ganischgerhof-Konzept: Der Urlauber kann nicht nur entscheiden, wann er welche Speisen (in welcher Preisklasse) konsumiert, sondern auch, wo er sie zu sich nimmt; das Kaminzimmer steht dafür genauso zur Verfügung wie die Pool-Bar, die Terrasse, eine Lounge oder der Speisesaal. „Um diese Ausrichtung hin zur Zwanglosigkeit und zu einer größeren Freiheit richtig umzusetzen und zu vervollständigen, waren natürlich auch bauliche Maßnahmen und Infrastrukturinvestitionen nötig“, erläutert Pichler, „ebenso wie ein Ausbau der Dienstleistungen. Die Öffnungszeiten der Sauna sowie der Wellness- und Massageabteilung wurden beispielsweise erweitert und flexibler gestaltet.“ Trotz ganz neuer Ansprüche auch an die Hotelierfamilie, die mit ihren Mitarbeitern und einem höheren Organisationsaufwand flexibler auf die Wünsche der Kunden reagieren muss, ist der Gastwirt zufrieden mit der Neuausrichtung des Hauses. „Das neue Konzept hat uns neue Kunden beschert, die das Angebot wirklich überaus gut angenommen haben“, resümiert Klaus Pichler, weist aber auch darauf hin, „dass wir im Gegenzug Stammkunden verlieren, die seit Jahren an unsere umfangreichen Inklusiv-Angebote zu kleinen Preisen gewohnt waren“.
„95 Prozent der Stammgäste verloren“ hat auch Kurt Leimegger, der mit seinem Hotel Feldmüllerhof in Sand in Taufers schon seit drei Jahren neue Wege – fernab der Halbpension – beschreitet. „Der Gast von heute will im Urlaub frei sein, egal, ob er aus Mailand oder München stammt“, sagt der Hotelier. „Das Angebot der Halbpension, das den Urlauber verpflichtet, sich zu einer bestimmten Zeit im Haus aufzuhalten, um etwas Bestimmtes zu essen, haben wir deshalb 2005 abgeschafft.“ Auch im Feldmüllerhof (der die Neuerung mit einer Preiserhöhung verband) werden seither Übernachtungen mit Frühstück bis zur Mittagszeit angeboten; zwischen 12 und 22 Uhr ist dann das hausinterne Restaurant geöffnet, wo die Gäste die Möglichkeit haben, à la carte zu speisen. „Abgesehen vom eigenen Restaurationsbetrieb sind wir aber auch mit den Gastbetrieben im Ort vernetzt“, erklärt Leimegger, „das heißt, wir empfehlen unseren Gästen bestimmte Restaurants und nehmen auf Wunsch auch die Reservierung vor.“ Dass das für Südtirol noch recht ungewöhnliche Konzept der Übernachtungen ohne Verpflegung(szwang) anfangs schwierig durchzusetzen ist, weiß Kurt Leimegger, der, wie eingangs erwähnt, auf viele seiner Stammgäste verzichten musste. „Allerdings bin ich der Meinung“, erläutert er, „dass es sich um ein zukunftsträchtiges Konzept handelt. Die Gäste wollen nämlich im Urlaub frei sein und nicht durch Zeiten und Zwänge gebunden werden.“Abgesehen davon dient das neue Angebot auch der Destination. „Damit Sand in Taufers sich als Zentrum des Tauferer-Ahrntals etablieren kann, muss der Ortskern aufgewertet und durch Menschen belebt werden“, ist der Hotelier überzeugt. „Solange wir Gastwirte darauf erpicht sind, die Urlauber im eigenen Hotelbetrieb zu halten, wo sie zu Abend essen und konsumieren, bleibt der Ort weitgehend leer. Sind die Gäste dagegen nur zum Übernachten und Frühstücken an das Hotel gebunden, verbringen manche einen großen Teil ihrer Freizeit in der Umgebung. Und das dient den Gastronomiebetrieben im Zentrum genauso wie der ganzen Destination.
"Von Destinationsaufwertung spricht auch Josef Innerhofer. Mit seinem Hotel Pergola Residence in Algund geht der Unternehmer schon seit vier Jahren gänzlich neue Wege: Nicht nur architektonisch hebt sich der einem Weinberg nachempfundene, in Holz, Glas und Stein gehaltene Bau von anderen Hotelbetrieben ab. Das Hotel Pergola ist ein durchdachtes Konzept, das wiederum auf der Freiheit des Gastes basiert. Das spiegelt sich sowohl in den großzügigen Wohneinheiten mit jeweils eigenem Zugang und eigener Sonnenterrasse wider, als auch in der Philosophie hinsichtlich der Verpflegung. „In unserem – das ganze Jahr über einheitlichen – Übernachtungspreis ist die Verpflegung nicht inkludiert“, erläutert Josef Innerhofer, „gegen Aufpreis können die Urlauber aber bei uns frühstücken – und das bis zur Mittagszeit.“ Eigenen Restaurationsbetrieb hat das Hotel keinen; für das Mittag- und Abendessen erhalten Urlauber (ähnlich wie im Feldmüllerhof) Empfehlungen für Restaurants unterschiedlicher Kategorien in der Umgebung. Außerdem wurde in jeder Wohneinheit eine kleine, vollständig ausgestattete Küche eingerichtet: Hier können sich die Gäste jederzeit auch selbst verpflegen. „Für viele Hoteliers mag diese Einrichtung unverständlich sein“, räumt Josef Innerhofer ein, „wir haben uns dabei aber an den Bedürfnissen der Urlauber von heute orientiert. Deshalb stehen die Freiheit und das Wohnen – frei von Terminen und oft nur unterbewusst wahrgenommenen Zwängen -– im Pergola im Vordergrund.“ Davon, dass sein Konzept auch der ganzen Tourismusdestination dient, ist der Unternehmer überzeugt. „Die Menschen gehen in der nahen Umgebung zum Essen, sie kaufen Lebensmittel und Spezialitäten ein, um für sich zu kochen“, sagt er, „das ist ein Erlebnis. Die Gäste erleben die Destination viel intensiver.“Wie die anderen beiden Hoteliers sieht Josef Innerhofer das Entkoppeln von Übernachtung und Verpflegung deshalb als erfolgreiches Modell der Zukunft. „Meiner Meinung nach“, so Innerhofer, „wäre es deshalb sinnvoll, wenn sich etwa 30 Prozent der heimischen Tourismusbetriebe das Konzept zu eigen machen würden, das sich am Verhalten der Gäste von heute und morgen orientiert und dadurch sowohl dem Hotelbetrieb selbst als auch der Tourismusdestination nachhaltig zugute kommen kann.“
Quelle: Südtiroler Wirtschaftszeitung - Juni 2008
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19. Juni 2008
Die individuelle Stimmung des Gastes wird zum Style
Im Hotel Nordic Light in Stockholm spielt Licht die zentrale Rolle. Zimmer heißen dort ‘Mood Rooms’ und erstrahlen in allen Farbtönen – von entspannendem Grün über kühles Blau bis hin zu romantische Rosa-Lila-Tönen. Dieses Festspiel der Farben spiegelt auch die Fassade wider: Durch große Fensterfronten werden die Stimmungen der Gäste nach außen transferiert.
Auch das ‘Chic&Basic’-Hotel in Barcelona nutzt das moderne Mood-Management über Lichtstimmung, Düfte und Musik. In einem historischen Gebäude der katalanischen Hauptstadt untergebracht, lebt das Raumkonzept von weißen Flächen, die unterschiedlich farbig bespielt werden
Quelle: Zukunftsletter
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30. April 2008
Portal mit ungewöhnliche Hotels
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17. April 2008
Ein Dorf Hotel oder Hotel Dorf der besonderen Art!
Um die Projektidee zu verwirklichen, wurde ein Privat-Public-Partnership-Modell für Vnà entwickelt. Die für das Projekt gegründete Stiftung Fundaziun Vná budgetierte für die Projektrealisierung zwei Millionen Franken. Knapp die Hälfte der Mittel sind Darlehen, ein Viertel decken Spenden ab und das restliche Viertel stammt vom Aktienkapital der für den Betrieb verantwortlichen Piz Tschütta AG.
Quelle und Infos: ALPMEDIA-NEWSLETTER 07/08
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20. März 2008
Babymoon
Das New Yorker W-Hotel bietet beispielsweise besondere Speisekarten für schwangere Frauen. Darauf finden sich so exotische Dinge wie Schokoladeneis mit Gewürzgurken. Seit 2007 gibt es Babymoon-Angebote auch in Europa. Ilonka Molijn van Ginkel hat die Geschäftsidee in Kanada kennengelernt und arbeitet seitdem an deren Verbreitung. Hierzu muss Sie mit möglichst vielen Luxushotels ein besonderes Arrangement für Ihre Zielgruppe ausarbeiten. Babymoon versteht sich dabei als Vermittlungsagentur. Auf der Homepage www.baby-moon.eu finden Sich beretis 85 Luxushotels, die ein Babymoon-Paket anbieten. Die Hotels zahlen nur Geld für das Erscheinen auf der Seite. In Deutschland gibt es die Angebote bereits im Adlon und im Kempinski Bristol Hotel, Berlin. Zwischen 500 und 750 € kostet hier ein Babymoon- Wochenende. Darin sind Limousinenservice, Wellness-Angebote, zwei Übernachtungen in Luxuszimmern, Gourmet-Frühstück (auf Wunsch im Zimmer), Candle-Light-Dinner und Geschenke (Teddy, Bademantel) enthalten.
Quelle: Verlag fuer die Deutsche Wirtschaft AG
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12. März 2007
Bereicherung durch touristische Projekte?!
Die Welttourismusorganisation (WTO) der Vereinten Nationen hat den Welttourismustag 2006 unter das Motto „tourism enriches – Tourismus bereichert“ gestellt und unterstreicht damit die Bedeutung der Branche für die Weltwirtschaft. Diese Aussage darf jedoch nicht nur aus wirtschaftlich-finanzieller Sicht gedeutet werden, sondern umfasst auch die soziale, kulturelle und politische Bedeutung der Tourismusindustrie. Tourismus, und damit auch Hotelprojekte, können dessen ungeachtet nur dann auf Dauer bereichern, wenn unser Denken und Handeln in diesem Zusammenhang von Werten und moralischer Intelligenz bestimmt ist.
Umweltschutz ~ Bereicherung durch Nachhaltigkeit
In der Tourismusindustrie ist es heute wichtiger denn je, keinen Raubbau an den natürlichen und kulturellen Ressourcen zu betreiben sondern nachhaltig damit umzugehen. Nur ein sanfter Tourismus kann zum Erhalt und Schutz der ökologischen und kulturellen Reichtümer für die zukünftigen Generationen beitragen und so die Gesellschaft auf Dauer bereichern und begeistern.
Ehrlichkeit ~ Bereicherung durch Authentizität
Tourismus ist nur dann eine Bereicherung für Gäste und Gastgeber, wenn authentische Dienstleistungen und Produkte angeboten werden. Das Dienst-leisten selbst muss zu einer als wertvoll empfundenen inneren Haltung werden, denn in Zukunft wird der Wettbewerb im Tourismus zunehmend über die Qualität der Mitarbeiter entschieden. Für Show und gespielte Identität bleibt im Tourismus der Zukunft immer weniger Platz.
Toleranz ~ Bereicherung durch Offenheit
„Eine Bereicherung wird der Tourismus vor allem dann, wenn den unterschiedlichen Bedürfnissen aller betroffenen Interessensgruppen in gleichem Masse entsprochen werden kann. Auch konträre Positionen müssen offen, ehrlich, konstruktiv diskutiert und in Einklang gebracht werden.“, sagt Johannes Mur, geschäftsführender Gesellschafter des Beratungsunternehmens Topconsult.
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Sternenhimmel in der Hotellerie
Gäste haben einen Bentley samt Fahrer zur Verfügung, um Shoppingtouren zu unternehmen, ein Klavierspieler unterhält sie am Flügel in der Hotelsuite und ein Butler bringt auf Wunsch jederzeit Champagner und Kaviar.
Im Zimmer und im Bad verfügen Kunden über einen riesigen TV- Flachbildschirm, und falls sie neue Schuhe brauchen, können sie diese bereits vor ihrer Ankunft als Spezialanfertigung in Känguru- oder Krokodilleder ordern - gegen Extra-Bezahlung natürlich.
Die 25 Suites des Hotels seien bis zu 1500 Quadratmeter groß, hieß es. Kostenpunkt für das ganz große Hotelerlebnis: Zwischen 800 und 4000 Euro pro Nacht. „Mailand hat eine Menge schöner Hotels, aber keins, das den Reichen einen wirklich adäquaten Service bietet“ sagte Hotelchef Alessandro Rosso.
„Um sich als „ultra-luxuriös“ zu qualifizieren, muss ein Hotel seinen Klienten eine Serie exklusiver Dienstleistungen anbieten können“, sagte SGS-Sprecher Mario Aiolfi. „Dazu gehören etwa ein Chauffeur, der die Gäste im Luxuswagen vom Flughafen abholt und ihre Lieblingsmusik spielt, dann, dass die Gäste direkt in ihre Luxussuite gebracht werden, wo ihr Gepäck bereits auf sie wartet und außerdem einen privaten Butler pro Luxus-Suite.“ Nichts dürfe dem Zufall überlassen werden, fügte er hinzu.
Bisher gab es in der Welt nur ein Hotel, das einen 7-Sterne-Status für sich beansprucht: Das Burj Al Arab Hotel in Dubai (www.burj-al-arab.com). Jedoch wurde dieser Status nicht offiziell von der SGS zertifiziert.
Quelle: www.stol.it
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7. März 2007
“Südtirol möchte auch billig fliegen” (Veranstaltung des TMC)
Was Low-Cost-Airlines von Destinationen erwarten
Der Ausbau des Flughafens Bozens auf die Bedürfnisse von „Billigairlines“ würde viele Vorteile unter anderem zur Stärkung des Tourismus und der Wirtschaft bringen. Doch welche Voraussetzungen müssen die Destination als auch der Flughafen erfüllen, um eine Kooperation mit den Low-Cost-Airlines zu ermöglichen? Mit diesem Thema beschäftigten sich die vier Experten der gestrigen Veranstaltung des TMC, in Zusammenarbeit mit der Hoteliers- und Gastwirtejugend. Als Ehrengast war Prof. Rita Franceschini, Rektorin der Freien Universität Bozen, anwesend.
Der Flughafen Bozen wurde bereits im ersten Weltkrieg als Flugfeld genutzt, im Jahr 1930 wurde der Linienverkehr mit Mailand, München, Venedig und Trient aufgenommen. Trotz der Gründung eines Komitees sowie später eines Konsortiums scheiterte der Durchbruch im Linienverkehr jedoch an technischen, wirtschaftlichen und geologischen Schwierigkeiten, umriss Manfred Mussner, Vertreter der Luftfahrtsbehörde ENAC am Flughafen Bozen.
2006 zählte der Flughafen Bozen im Jahr rund 76.000 Passagiere, der Flughafen Salzburg befördert im Vergleich 3 Mal so viele Passagiere. Doch Flughäfen inmitten der Alpen haben generell mit zusätzlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, zum Teil aufgrund technischer, zum Teil aufgrund natürlicher Hindernisse. So stellen etwa die Berge und das schmale Tal immer wieder große Herausforderungen dar, da sie ein sehr steiles Anfliegen erfordern, doch auch die Wetterabhängigkeit darf nicht unterschätzt werden. Ing. Ernst Wieser, Leiter der Flugsicherung Innsbruck, hob hervor, dass die Auswirkungen auf Sicherheit, Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit nur durch eine gute Schulung und Weiterbildung der Crew und fortlaufende Beobachtung der Entwicklung von Technologien unterbunden werden können.
Dies alles hat vor allem eine Bedeutung für Low-Cost-Airlines, da diese mit größeren Flugzeugen die Flughäfen anfliegen, wie zum Beispiel einer Boeing 737. Die Referenten waren sich gestern einig: der Flugverkehr wird sich immer mehr im Low-Cost-Bereich abspielen. Auf Grund der vom Fluggast immer mehr genutzten Möglichkeit einer Selbststeuerung und freien Zusammensetzung seines Urlaubpaketes via Internet ist eine ausgezeichnete Kooperation der Airlines mit den Tourismusorganisationen Voraussetzung. Hohe Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit sind weiters Aspekte, auf die die Low-Cost-Airlines großen Wert legen, wie Lutz Tilgner von TUIfly aufzeigte. Punkt zu Punkt Flüge, kurze Bodenzeiten, keine Mahlzeiten und Getränke während des Fluges sowie zum Teil Gebühren für das Gepäck, keine Transfers und überwiegend kurze Flugdauer sind Kennzeichen der Billigairlines.
Low-Cost-Airlines haben heute einen Marktanteil von ca. 28 % am innereuropäischen Passagieraufkommen mit über 100 Mio. Passagieren. Da sie so den Markt weitgehend stimulieren, jedoch trotzdem das Risiko tragen, erwarten sie sich auch ein Entgegenkommen von der Region und dem Flughafen, eine Verminderung des hohen Kostenrisikos und Landegebühren sowie Paketangebote und Marketingkooperationen. 60 % der Kunden von Billigairlines sind neu und wären nicht in eine Region gekommen, hätte sie nicht das Angebot der Airlines überzeugt und verführt.
Doch Prof. Oswin Maurer, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, hatte Einwände: „Kann Südtirol die Forderungen der Airlines von 100.000 Betten garantieren?“ Er zeigte auf, dass zum Beispiel der englische Markt schon zu 50% von Lowcost-Flügen dominiert wird. „Und dies bedeutet, von Fluggesellschaften ohne staatliche Beteiligung!“ Allerdings zeigte er auch auf, dass ein Flughafen, der mit low-cost Kooperiert, sehr viele Verpflichtungen in Form von Infrastruktur, Marketingzuschüssen u.a. eingehen muss.
Mit dem neuen Konzept der Anschlussbusse an Flughäfen, die Low-Cost-Airlines bedienen, muss man „keine gefährlichen Allianzen mit niemanden eingehen“, resümierte Christof Engl, Direktor der SMG. Allein in den 10 Wochen, in welchen die SMG Anschlussbusse anbot, nutzten 3000 Gäste diesen Zubringerservice.
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20. Februar 2007
"Verrückte" Hotels beeindrucken
Gast.at hat deshalb die "verrückten" Hotels zusammengetragen:
"Propeller Island City Lodge" in Berlin bietet die Möglichkeit, in Zimmern mit schiefen Wänden oder in surrealen Räumen mit auf dem Kopf stehenden Möbeln zu übernachten. So steht zum Beispiel im Gnome Room in jeder Ecke ein Gartenzwerg, im Castle-Room, ist das Bett eine verschachtelte Burg. www.propeller-island.de
Übernachten im Eis: Das Iglu-Hotel am Zugspitzgletscher verfügt über 50 Iglu-Betten, inklusive drei Romantik-Suites. Ähnliche Igludörfer gibt es auch in der Schweiz. Infos und Reservierung für alle Iglu-Dörfer unter www.iglu-dorf.com.
Urlaub hinter Gittern: In Petershagen (Niedersachsen) kann man in Sträflingskleidung in annähernd im Originalzustand erhaltenen Gefängniszellen die Nacht verbringen. Tel. Zimmer hinter schwedischen Gardinen gibt es natürlich auch in Schweden. Im Kronohäktet Hotell, Schwedens berühmtestem ehemaligen Zuchthaus auf der Halbinsel Langholmen, gibt es statt Wasser und Brot Gourmet-Qualität. Besonderer Gag: Frühsport im Gefängnishof- im gestreiften Häfn-Outfit.
Erste oder zweite Klasse: Im Wolkensteiner Zughotel übernachten die Gäste in ausrangierten Schlafwagen. http://www.wolkensteiner-zughotel.de/. Eine Nacht im Bauwagen, im Kornfeld oder im Indianertipi bietet der Schweizer Verein "Wasser und Brot", www.wasserundbrot.ch.
Ferienhäuser auf dem Wasser: Für Übernachtungsgäste, die nicht gleich seekrank werden, gibt es auf Rügen schwimmende Ferienhäuser. http://www.im-jaich.de/.
Deutschlands erstes Baumhaushotel gibt es auf der Kulturinsel Einsiedel, in Sachsen. Übernachten in zehn Metern Höhe und Blick über das Neißetal. www.kulturinsel.de.
Eine Nacht im Führungshaus des Hafenkrans im Leuchtturm oder Rettungsboot ist auch nicht ohne. Möglich ist das in Harlingen/Niederlande. www.havenkraan.nl.
Aber auch Österreich hat ein Herz für Abenteurer. Zimmer im Weinfass gibt es bei Familie Kraus in Österreich (http://members.aon.at/kraus-wein/fass.htm.
In einem Himmelbett 160 Meter über dem Erdboden kann man am Wiener Donauturm eine romantische Nacht verbringen. Geschützt durch die verglaste Terrasse hat man freien Blick auf den Sternenhimmel. http://www.donauturm.at/
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16. Februar 2007
Kulturelle Highlights am autofreien Sonntag
Bozen beteiligt sich am 25. Februar an der Aktion "Tag der autofreien Stadt". Die Landeshauptstadt nimmt an der Initiative teil, an der sich neben Südtirol und dem Trentino auch die Regionen Lombardei, Piemont und Venetien sowie das Tessin anschließen. Auch Meran, Brixen, Leifers und Lana haben einen autofreien Sonntag ausgerufen.
Ziel der autofreien Sonntage ist es, das Bewusstsein zu verbreiten, dass es möglich ist, in der Stadt zu leben und sich fortzubewegen (auch als Gast), ohne das Auto zu benutzen.
Am Sonntag, 25. Februar werden die Straßen in Bozen deshalb anderweitig genutzt: Zwischen 10 Uhr und 16 Uhr müssen alle Motorfahrzeuge - auch die umweltfreundlichen - stehen bleiben. Das Fahrverbot gilt für das gesamte Stadtgebiet mit Ausnahme der Korridore Fagenstraße, Bozen Süd und Eisackufer.
Freie Fahrt gibt es hingegen für Fahrräder und Stadtbusse, die den ganzen Tag hindurch kostenlos genutzt werden können. Außerdem sorgt die SASA dafür, dass die wichtigsten Linien häufiger verkehren als dies sonst an Sonntagen üblich ist. Einer Sightseeing-Tour mit dem Stadtbus steht also nichts im Wege. Wer die Stadtrunde auch mit kulturellen Highlights anreichern will, ist bestens bedient:
Das Stadtmuseum (Ausstellung: „Bozen im Blick“), das Archäologiemuseum, das Naturmuseum, Schloss Maretsch und Schloss Runkelstein sind ebenfalls geöffnet.
In der Stadtgalerie am Dominikanerplatz gibt es zum letzten Mal die Ausstellung „Für die Kunst. Nicolo´Rasmo (1909 – 1986) zu sehen“. Angeboten werden kostenlose Führungen in deutscher und italienischer Sprache.
Wir finden eine gelungene Initiative für Einheimische und Touristen...
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13. Februar 2007
Gast-zu-Gast Empfehlungen begeistern
Wem, wenn nicht einem Gast, der das Hotel bereits erlebt hat, kann man glauben!? Das Web 2.0 eröffnet neue Möglichkeiten, um sich über Hotels und Destinationen zu informieren. In sogenannten Communities werden Empfehlungen und "Abratungen" ausgetauscht! Hotels, die gut sind und damit die Standards und Ansprüche des Gastes erfüllen, brauchen solche "Bewertungen" nicht scheuen - im Gegenteil, sie können sie als kostenlose Werbung ansehen. Hotels allerdings, die nicht den Ansprüchen der Gäste genügen, müssen der Tatsache ins Auge schauen und sich, wenn sie langfristig erfolgreich sein wollen, verbessern. Für sie können solche Seiten ein "Gratischeck" darstellen.
Die Abschaffung der Bewertungsseiten, wie sie sich viele Hoteliers wünschen, ist sowieso unmöglich - man muss in der Branche mit ihnen zu "leben" lernen und sie als Chance - als Gratiswerbung oder Beschwerdebogen - ansehen und proaktiv damit umgehen:
- die Gäste animieren, das Haus auf seriösen Bewertungsseiten zu bewerten
- sich selbst an der Community beteiligen, z.B. auf mögliche Beschwerden antworten "Herzlichen Dank, dass Sie uns darauf hinweisen. Der Mangel wurde dank Ihrer Aufmerksamkeit erkannt und bereits behoben."
- Beschwerden oder negative Bewertungen keinenfalls löschen (sofern das überhaupt möglich ist), sondern offen und für alle sichtbar darauf reagieren
- die Bewertung nicht selbst mit Lobeseintragungen manipulieren
Dass aber auch bei Hotelbewertungsseiten nicht alles mit rechten Dingen zugeht, berichtet der Verlag fuer die Deutsche Wirtschaft AG
Hotelbewertungen im Internet: Manipulation nicht ausgeschlossen. Ein Urlaub soll schön sein, und man will ja keine bösen Überraschungen erleben. Darum werden Hotelbewertungen im Netz immer beliebter. Viele Internetseiten sind aber wenig aussagekräftig und leicht zu manipulieren, hat das Magazin "test" herausgefunden. Von 8 großen Portalen halten die Experten nur eines für geeignet.
Im Prospekt sieht die Unterkunft für den Urlaub immer bestens aus. Einen besseren Eindruck über Zimmer, Lage und Service geben jedoch Berichte und Fotos von ehemaligen Urlaubern. Manche Kommentare auf den Hotelbewertungsseiten klingen aber einfach zu schön, um wahr zu sein. Um den Wahrheitsgehalt von 8 Portalen zu testen, schrieben die Experten der Stiftung eine völlig überzogene Bewertung für ein mittelmäßiges Hotel.
Nur 2 Anbieter, "hotelkritiken" und "holidaycheck", haben den Schwindel bemerkt. Alle anderen haben die Lobhudelei übernommen - obwohl die meisten auf ihrer Webseite versprechen, alle Einträge genau zu prüfen.
Im 2. Teil des Versuchs wurde nach 10 beliebten Hotels in 4 verschiedenen Ländern gefragt: Nur "holidaycheck" lieferte Aussagekräftige Bewertungen für alle Häuser. Oft waren auch die Einträge entweder veraltet oder gar nicht erst vorhanden. "test" hat außerdem probiert, wie viel es bringt, wenn man online die Preise für Pauschalreisen vergleicht. Das Ergebnis: Es lohnt sich, egal, ob bei großen oder kleinen Anbietern. Bis zu 600 Euro können 2 Personen bei einer 14-tägigen Badereise sparen.
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2. Februar 2007
Südtirol begeistert - 2006 war für Tourismus Rekordjahr
Im Rekordjahr 2006 wurde ein Plus von 3,0 Prozent bei den Ankünften und 1,0 Prozent bei den Übernachtungen verzeichnet. Ausgewertet wurden Daten der Tourismusvereine. Die stärkste absolute Steigerung gab es bei Gästen aus Italien mit fast 95.000 Übernachtungen mehr als im Vorjahr (+9,9 Prozent). Das größte prozentuelle Wachstum gab es bei Übernachtungen von Gästen aus der Schweiz (+19,4 Prozent gegenüber 2005) und aus den Benelux-Ländern (+18,9 Prozent). Die Übernachtungen der bundesdeutschen und österreichischen Gäste waren hingegen leicht rückläufig (-0,6 Prozent bzw. -1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).
Die Wintersaison 2006/07 begann insgesamt überaus positiv: Es gab Zuwächse von 8,7 Prozent bei den Ankünften und von 6,4 Prozent bei den Übernachtungen gegenüber der Periode November-Dezember 2005.
Rekordjahr 2006 bei Ankünften und Übernachtungen
Gut sind die Zahlen aber auch für das gesamte Jahr 2006. Die Ankünfte stiegen gegenüber dem Jahr 2005 um 3,0 Prozent und die Übernachtungen um 1,0 Prozent. Mit 5,0 Millionen Ankünften und 26,4 Millionen Übernachtungen schrieb das Jahr 2006 neue Rekorde. Nach einem Tiefstand im Jahr 1998 stiegen die Übernachtungen in Südtirol kontinuierlich an, was dazu führte, dass in den letzten zwei Jahren die 26- Millionen-Schwelle deutlich überschritten wurde. Die meisten Südtiroler Bezirksgemeinschaften verbuchten gegenüber dem Vorjahr Zuwächse bei den Übernachtungen: Die Bezirksgemeinschaft Überetsch-Südtiroler Unterland verbuchte den kleinsten Anstieg von 0,1 Prozent, das Burggrafenamt den höchsten von 3,8 Prozent. Einzig das Pustertal verzeichnete einen Rückgang der Übernachtungen von 0,9 Prozent gegenüber 2005.
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1. Februar 2007
Begeisterung durch Superlative
Im Emirat Abu Dhabi sollen in den nächsten zwei Jahren drei große Hotelprojekte entstehen. Besonders das Al Gurm Resort auf Abu Dhabi Island möchte allerhöchsten Ansprüchen gerecht werden.
Mit den vorgelagerten Inseln haben sich die Planer dieser luxuriösen Hotellandschaft einen besonders exklusiven Standort ausgesucht. Verteilt auf verschiedene kleine Eilande werden sich insgesamt 161 Suiten über das unter Naturschutz stehende Areal erstrecken. Durchzogen sind die einzelnen Inseln von Kanälen – gesäumt von Mangroven. Besuchern stehen neben drei edlen Restaurants, eine Lounge Bar, mehrere Swimming-Pools sowie umfangreiche Sport-, Spa- und Business-Einrichtungen zur Verfügung. Das Al Gurm Resort umfasst darüber hinaus 59 Luxus-Wohnungen mit drei bis fünf Schlafzimmern für diejenigen, die Abu Dhabi Island zu einem dauerhaften Wohnsitz machen wollen. Die Eröffnung ist für Anfang 2007 geplant.
Al Gurm ist keineswegs das einzige Hotel-Projekt der Superlative, das im nächsten Jahr in Abu Dhabi entstehen wird. In Zusammenarbeit mit der Abu Dhabi Tourism Authority baut die Al Jaber Group an einem Resort für umgerechnet rund 130 Millionen Euro. Alle 230 Zimmer werden über Meerblick verfügen. Ein Einkaufszentrum soll das Hauptgebäude mit dem Apartment-Komplex verbinden, der über weitere 228 Zimmer verfügen wird. Das Resort wird im traditionellen arabischen Stil erbaut und von viel Wasser und Grün umgeben sein.
Im Rahmen des Gate Projects bauen die Abu Dhabi National Hotels derzeit ebenfalls an einem Fünf-Sterne-Hotel. Die 265 Zimmer und 225 privaten Apartments sollen durch einen Beach Club sowie einen Abenteuer-Wasserpark ergänzt und Mitte 2008 eröffnet werden. Die geschätzten Kosten für das Projekt belaufen sich auf umgerechnet 220 Millionen Euro.
12. Januar 2007
Gästekommentare - Auszüge aus einem Gästebuch
- die Vision klar
- das Konzept konsequent
- die Strategie durchdacht
- die Einstellung zur Dienstleistung sprich der Service gegeben
- der Umgang mit den Gästen herzlich
- das Ambiente warm und einladend
- die Qualität angemessen
- Authentizität gegeben
sein. Werden die Erwartungen, sprich die Bedürfnisse und Wünsche der Gäste erfüllt, oder sogar übertroffen, begeistern Hotelprojekte. Zufriedene Gäste quittieren dies auch gern in einem Gästebuch.
Über das von uns entwickelte und betreute Projekt Residence Hotel Meran 2000 http://www.top-consult.it/projekte/meran2000.html wird geschrieben:
SandraRickel
Erholung
29.10.2006 14:22:00
Endlich haben wir mal ein Hotel gefunden, in dem man sich wirklich Erholen kann, sogar in der Hauptsaison. Super Zimmer, super Essen, super Lage, super Wellnessbereich. Wir kommen wieder nächstes Jahr. Dankeschön für so einen erholsamen Urlaub.
Berta
Wellness vom feinsten
17.10.2006 18:55:00
Vielen Dank für die tollen Tage in Ihrem Wellnesshotel! Dieses erhielt ja auch Bestnoten vom Wellnessführer http://www.wellness-heaven.net War wirklich sehr schön bei Ihnen! Grüsse -Berta
B.Simo
..Herbsttraum
16.10.2006 09:12:00
Worte reichen nicht aus. Wir hatten einen tollen Urlaub. Sehr schönes Haus in gediegener Eleganz mit sportlichem Flair hier kann man sich nur wohlfühlen. Sehr freundliches Team und eine exellente Küche. Danke es war grandios.
Andreas Machreich
Urlaub
13.10.2006 09:30:00
War ein schöner Urlaub in einem wunderschönen Hotel.Ein großes Lob an das ganze Hotelteam da s sehr freundlich und hilfsbereit war. Schöne Grüße aus Österreich
Michael und Sabine N.
empfehlenswertes Haus
12.10.2006 16:43:00
Unser Besuch in Ihrem Hause hat uns sehr gefallen, nicht zuletzt aufgrund des netten Personals. Die Lage des Hauses ist wirklich ideal um zu einer Wandertour oder Skitour zu starten. Bis zum Nächstenmal. Viele Grüße
Nicole und Michael Groß
Sehr schöner Urlaub
17.09.2006 18:21:00
Wir hatten eine sehr schöne Zeit in ihrem Hotel verbracht und waren jeden Tag aufs Neue von der Kochkunst der Köche begeistert worden. Auch das Personal war sehr freundlich und zuvorkommen.
8. Januar 2007
Technische Raffinesse!?
Den Jahreswechsel habe ich dieses Jahr in Madrid verbracht und war von der Herzlichkeit und Offenheit der Madrilenen in Bars, Pubs, Restaurants und Geschäften erfreut. Ihr Englisch ist zwar mäßig, aber sie bemühen sich, die Wünsche der Gäste zu erkennen bzw. aus Englisch und Italienisch herauszufiltern und in Spanisch zu wiederholen. Das hat mich begeistert: die "einfachen" Menschen werden nicht müde, den ganzen Tag mit Händen und Füssen, ihrer Muttersprache Spanisch, italienischen Brocken und englischen Wörtern die Gäste zu verstehen und ihnen zu antworten! Kompliment für die Geduld und Ihren Einsatz!
Anders ist es uns jedoch in unserem Hotel ergangen, immerhin ein 4-Sterne-Businesshotel der spanischen Gruppe Rafaell Hotels. Nicht nur die Englischkenntnisse der Rezeptionisten lässt zu wünschen übrig, auch ihre Einstellung zum Gast und die Handhabe der Technik:
- kein aktives Zugehen auf den Gast! Man muss erst ein paar Minuten vor der Rezeption stehen, bis man wahrgenommen und bedient wird
- kein "herzliches Willkommen! Schön, dass Sie bei uns wohnen!" beim Check in
- kein "Dankeschön" beim Check out
- Ein Neujahrswunsch? - weit gefehlt! weder mündlich noch schriftlich über eine Nachricht im Zimmer oder den hotelinternen TV-Kanal
dafür
- Radio: während der 6 Tage - und wir haben den Großteil des Tages außer Haus verbracht - hat sich das Radio 2 Mal von selbst eingeschalten und ließ sich auch nicht mehr abschalten. Irgendein technisches Problem hieß es an der Rezeption - die Behebung dauerte jeweils zwischen 1 und 1,5 Stunden! Ein Glück, dass es sich immer am frühen Abend und nicht nachts verselbständigt hat!
- Besetzt: wir wollten uns 3 Mal telefonisch mit der Rezeption in Verbindung setzen, 2 Mal wegen dem Radio und 1 Mal wegen dem check out - leider war immer besetzt! Auch zurückgerufen wurden wir nie! "Besetzt - Kann nicht sein" hieß es schließlich, als wir direkt an die Rezeption gegangen sind!
- Schlaf 6 - zahl 2: aus buchhalterischen Gründen musste das Hotel mit 31.12. den Jahresabschluss machen und die Gästekonten schließen. Das bedeutete eine Zwischenrechnung für die ersten 4 Tage und dann eine Abschlussrechnung am 03.01.! Bei der Abreise legte uns der Rezeptionist jedoch nur die zweite vor und war ganz verwundert, als wir ihm mitteilten, dass der Betrag nicht stimmen kann! Erst eine Rücksprache mit einem Kollegen ergab Aufklärung: es gab 2 getrennte Rechnungen!
Was lernen wir daraus? Neben einer herzlichen Gästekommunikation ist ein sicherer Umgang mit der Technik wünschenswert und technische Raffinesse gefragt! Letztere kann nicht nur die Arbeit erleichtern, sondern auch dem Gast das Gefühl von Moderne und Innovation vermitteln!
Christiane Warasin - c.warasin@top-consult.it
18. Dezember 2006
Gästewünsche ernst nehmen
Für die Befriedigung von Kunden- bzw. Gästewünschen und Gästebegeisterung ist es notwendig, dass sich ein Hotel bzw. die Mitarbeiter im Hotel auf die Probleme der Gäste konzentriert und individuelle Problemlösungen anbietet. Standardlösungen reichen nicht mehr aus, individuelles Eingehen auf Gästewünsche ist notwendig! Bei einer Testanfrage an verschiedene Hotels haben wir festgestellt, dass Hotels vielfach mit Standardtexten arbeiten und nicht auf Gästefragen eingehen. Wir haben 10 4 & 4S-Sterne Betriebe in Südtirol angeschrieben und folgendes festgestellt:
- 8 Betriebe sind überhaupt nicht auf die Frage eingegangen, ob vegetarische Küche angeboten wird
- nur 1 Betrieb hat festgehalten, dass die beiden Zimmer nebeneinander liegen - dies war expliziert gewünscht worden
- 1 Betrieb hat gar kein Angebot unterbreitet
- nur 50% der Betriebe haben Preisangaben zum mitreisenden Hund gegeben.
Fazit:
Von den 10 angeschriebenen Hotels ist nur 1 Hotel auf alle Anforderungen eingegangen! Die anderen 9 Betriebe haben sich "selbst disqualifiziert" und haben dem Kunden keine Problemlösung geboten - und das im 4 & 4S Stern-Bereich!!
Um Gäste zufriedenzustellen muss man nicht den Himmel auf Erden bieten, man muss ihn nur ernst nehmen und seine Fragen lesen bzw. Lösungen bieten. Innovative Problemlösungen wie z.B. wir sind ein hundefreundlicher Betrieb - während des Abendessens führen wir Ihren Hund aus - sind Differenzierungspunkte und Begeisterungspotential!
Deshalb liebe Hoteliers - auf die Stimme des Gastes hören, seine Anliegen ernst nehmen und Lösungen bieten! Dann können Sie Ihre Gäste begeistern, was wiederum Sie begeistert!
Christiane Warasin - c.warasin@top-consult.it
24. November 2006
Herzlichkeit als herausragendes USP
Menschen erfreuen uns und Hotels vermögen nur dann zu begeistern, wenn sie begeisterte Mitarbeiter haben! Soft facts berühren uns und wecken Emotionen in uns, an die wir uns immer wieder gern erinnern!
Ich wünsche Ihnen Freude und Zeit zum Reisen... an beeindruckende Orte und freundliche Menschen und möchte Ihnen ein Zitat von Theodor Fontane mit auf dem Weg geben: "Wer eine Reise macht, muss zuerst Liebe zu Land und Leuten bringen, mindestens keine Voreingenommenheit. Er muss das Schöne suchen und nicht durch Vergleiche kaputt machen."
Christiane Warasin - c.warasin@top-consult.it
18. Oktober 2006
Südtirols Wirtschaftsmotor: Der Tourismus
Damit hat der Tourismus eine grundlegende und eminente Bedeutung für die Wirtschaft und den Wohlstand in unserem Land, vor allem wenn man bedenkt, dass er nicht nur direkt, sondern auch indirekt wirkt. 16,0 %, sprich 15,40 € pro Tag fallen für den Erwerb von Gütern wie Lebensmitteln, Bekleidung, Souvenirs, Zigaretten, Zeitungen,… an, weitere 15,9% (15,20 €/Tag) bezahlt der Gast für die Gastronomie. 11,6 % der Ausgaben fallen für interne Beförderung wie Aufstiegsanlagen, Bahn, Bus und Treibstoff an und weitere 4,0% für kulturelle, sportliche und sonstige Dienstleistungen.
In Südtirol arbeiten über 35.000 Menschen in touristischen und tourismusnahen Betrieben und beziehen daraus ihre Lebensgrundlage.
Dies bedeutet, dass der Motor Tourismus mit voller Kraft weiterlaufen soll und muss, wenn wir nicht Abstriche in unserer Lebensqualität hinnehmen wollen. Und das scheint er auch zu tun: neben zahlreichen Stammgästen wollen auch 80% der der Gäste, die das erste Mal in Südtirol sind, wiederkommen. Wen wundert’s?: mediterranes Klima, satte Almwiesen, klare Bergseen, gewaltige Berge, 300 Sonnentage, saftige Äpfel, herrlicher Wein, unberührte Natur, fantastische Küche, italienischer Flair und Tiroler Gemütlichkeit laden zum Verweilen ein!
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Herzliche Grüsse
Johannes Mur - Topconsult
Grussworte des Landesrats für Tourismus, Mobilität & Verkehr - Dr. Thomas Widmann
Aufgrund meines derzeitigen Gesundheitszustandes - man hat mir Ruhe verordnet - bin ich leider außerstande, an dieser ebenso interessanten wie hochkarätigen Veranstaltung teilzunehmen.
Lassen Sie mich Ihnen dennoch einige grundlegende Gedanken überbringen, die ich mit dem Thema verbinde und für entscheidend für eine fruchtbare Zukunft in der Hotellerie halte:
Erhöhung des QualitätsstandardsDer heutige Gast ist gut informiert und kritisch. Angebote und Preise werden verglichen und überprüft. Detaillierte Informationen sind gefragt. Qualitätsbewusstsein, Reiseerfahrung und Preis-Leistungs-Sensibilität führen zu zunehmender Qualitätsorientierung.Zielgruppengerechte PositionierungIn Zukunft muss der Hotelier ganz gezielt eine Magnetwirkung auf seine Zielgruppe(n) ausüben.
Erfolg in der Hotellerie beginnt bei der Qualität.Nur herausragende Leistungen gewähren den entsprechenden Erfolg.
Eminent wichtig ist und bleibt eine klare Positionierung.
Ein Angebot wird nicht besser, wenn versucht wird, auf mehreren Schienen gleichzeitig zu fahren. Dadurch wird das eigene Angebot verwässert und ein unklares Bild geschaffen.
Der Hotelier muss sich entscheiden, was er seinem Gast bieten will. Ob Wanderhotels, Vitalhotels oder Schlosshotels: Wichtig ist, dem im Titel geführten Typ gerecht zu werden, und entsprechende Erwartungen des Gastes bestmöglich zu erfüllen.
Qualität an erster Stelle: Südtirol wird als Genuss- Familien- Aktivland vermarktet, wichtig, dass sich Betreibe auf gewisse Bereiche spezialisieren. Auf diese Weise schafft man, sein Image dauerhaft zu festigen und sich in der entsprechenden Sparte zu etablieren.
Fundierte und unabhängige Studien belegen die touristische Situation in unserem Land.
Wer auch morgen erfolgreich bleiben will, muss sich heute weiterentwickeln, muss sich Ziele setzen, muss die Herausforderungen des Marktes annehmen, Entscheidungen treffen und Taten setzen.
Wer über Tourismus nachdenkt, muss sein Land ganzheitlich im Wettbewerb der Regionen betrachten. Nur wenn wir das „Gesamtkunstwerk Südtirol“ als lebendiges Ganzes sehen, wird unser Tourismus auch in den nächsten Jahren erfolgreich sein.
In zehn Jahren, so bin ich überzeugt, wird Südtirol maßgeblich vom Tourismus leben.
Dazu braucht es Einigkeit, um in seiner Vielfalt erfolgreich zu sein und ich glaube, dafür lohnt es sich gemeinsam zu denken, zu diskutieren, zu entscheiden, zu arbeiten – und damit gemeinsam den Erfolg zu ernten. Für eine gemeinsame erfolgreiche Zeit im Tourismus.
Dr. Thomas Widmann
Landesrat für Tourismus, Mobilität & Verkehr
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Herzliche Grüsse
Johannes Mur - Topconsult
11. Oktober 2006
Wer profitiert von Hotelprojekten?
Spannungsfeld Gast – Hotelier – Mitarbeiter – Ausbildung
Gäste, Hoteliers und Mitarbeiter konnten ihre Meinung dazu beim Symposium hotel.projekte [wer profitiert?] am 5. Oktober 2006 auf Schloss Sigmundkron äußern:
Dr. Walter Urthaler vom Hotel Seiser Alm Urthaler ging auf das Spannungsfeld Gast – Hotelier ein und unterstrich, dass Faktoren, die heute beim Gast eine Begeisterung hervorrufen, morgen bereits Basisfaktoren darstellen. „Der Italiener ist ein Gast, der immer einen Skonto ergattern will. Deshalb überlassen wir das Kassieren den Mitarbeitern! Überhaupt herrscht bei uns eine strikte Preispolitik: alle Gäste bezahlen für die gleiche Leistung den gleichen Preis.“ Im Seiser Alm Urthaler ist der Gast Teil des Hotelangebotes: „Reisegruppen, Haustiere und Kinder sind für andere Reisende (störender oder willkommener) Teil des Hotelangebotes. Aus diesem Grund nehmen wir nur eine begrenzte Anzahl an Kindern gleichzeitig – schließlich sollen sich alle Gäste bei uns wohl fühlen!“
Frau Nina Urthaler skizzierte das Spannungsfeld Hotelier – Mitarbeiter und unterstrich, dass sich die Bedingungen geändert haben. Während vor etwa 30 Jahren Mädchen und Burschen aus den Tälern für Berufe im Gastgewerbe zu begeistern waren, besteht die Herausforderung der Hoteliers heute darin, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen. „Jeder Mitarbeiter braucht klare Vorgaben. Familiäres hat kaum Platz, denn daraus entsteht Enttäuschung.“ Im Seiser Alm Urthaler erfährt jeder Mitarbeiter bei seiner Einstellung eine Einschulung. „Wir wollen unseren Mitarbeitern Lebensqualität bieten, indem wir ihnen geregelte Freizeit, einen fixen freien Tag, ordentliche Unterkunft und Verpflegung, passendes Freizeitangebot und Spaß bei der Arbeit bieten“. In wöchentlichen Teamsitzungen mit den Führungskräften werden Zahlen präsentiert, Möglichkeiten und Ideen diskutiert und Aktionen geplant. Dadurch identifizieren sich Mitarbeiter mit dem Haus und werden für Schwierigkeiten und Schwachstellen sensibilisiert. „Haben Sie keine Angst vor ihren Mitarbeitern und sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihre Mitarbeiter Spaß bei der Arbeit haben“ forderte Urthaler die Hoteliers abschließend auf.
„Der Gast verzeiht viel, auch wenn der Löffel mal nicht richtig liegt, denn die Schüler mit ihrem Charme machen das wett!“, ist Frau Dr. Brigitte Gasser Da Rui, Direktorin der Landesberufschule für das Gastgewerbe und Nahrungsmittelwesen „Emma Hellenstainer in Brixen überzeugt. Sie referierte zum Thema Ausbildung in der Branche und ließ gleich zu Beginn mit einer Zahl aufhorchen: über 40% der Mitarbeiter im Gastgewerbe steigen in den ersten drei Jahren aus der Branche aus. Gründe dafür sind Arbeitszeiten, Image der Branche und schlechte Erfahrung in der Lehrzeit. „Junge Menschen brauchen Beziehungen, suchen Perspektiven, wollen Lernen und müssen motiviert werden!“ Es ist Aufgabe und Verantwortung der Betriebe, die jungen Menschen in ihrer Lehrzeit zu begleiten. „Deshalb ist eine gegenseitige Anerkennung, ein Miteinander notwendig!“ so Gasser Da Rui. Die Schule strebt neben einer Berufsmatura eine horizontale Durchlässigkeit mit anderen Schulen und Schultypen an, „denn nur durch eine Öffnung nach Oben können von unten neue Schüler angeworben werden.“
Was begeistert nun der Gast, um den sich der Tourismus ja eigentlich dreht. In Interviews konnte Topconsult folgende Anforderungen zusammentragen:
- „Wandermöglichkeiten und ein Angebot für die gesamte Familie müssen gegeben sein.“
- „Der beste Urlaub taugt nichts, wenn das Essen nicht schmeckt.“
- „Ein Hotel muss familienfreundlich sein.“
- „Netter Service, gutes Essen und ansprechende Größe der Zimmer sind ausschlaggebend.“
- „Kontakt und Betreuung durch den Gastgeber sind essentiell, außerdem muss man sich wohl fühlen.“
- „Ein Angebot muss günstig sein, also Preis/Leistung muss passen.“
Was würden sich Mitarbeiter von den Betrieben wünschen? Die Meinung der Mitarbeiter wurde von Topconsult über Statements eingefangen:
- „Für mich ist am wichtigsten, dass ich gut verdiene, das geht manchmal in kleineren Betrieben leichter!“ (Andreas, 27 J., Koch)
- „Wenn man eine richtige Karriere machen will, dann muss man ins Ausland! Viele bleiben dann aber auch da!“ (Martin, 32 J., Kellner)
- „Ich hab noch in keinem Hotel gearbeitet, wo ich das Gefühl hatte, dass meine Meinung wichtig ist! Wenn man etwas eigenes umsetzen will, dann muss man selbständig werden!“ (Veronika, 24 J., Kellnerin)
- „Ich finde, dass wir in Südtirol Super-Betriebe haben! Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann dass ich manchmal mitentscheiden kann.“ (Martina, 34 J., Zimmermädchen)
- „In Südtirol arbeiten immer mehr Ausländer und nehmen uns die Arbeit weg, weil sie weniger kosten!“ (Norbert, 37 J., Barist)
- „Wenn wir am Erfolg unserer Hoteliers mitverdienen würden, hätten wir vielleicht manchmal mehr Spaß an der Arbeit!“ (Nazir, 21, Spüler)
In der anschließenden Diskussion wurde Ausbildungsniveau der Lehrlinge, Arbeitsstandort Südtirol, und die Gastronomie angesprochen.
Hansi Baumgartner, Spitzenkoch und Geschäftsführer von Degust, lobt das Ausbildungsniveau der Südtiroler Lehrlinge. „Jedoch sollte die Tradition vermehrt aufgegriffen werden und unsere (Ess)Kultur gepflegt werden. Garnelen und Jakobsmuscheln haben nicht in allen Lokalen etwas zu suchen!“
Dr. Thomas Plank, Direktor im Messehotel, unterstrich die hohen Verdienstmöglichkeiten und die exzellente Lebensqualität in Südtirol, Parameter, die den Mitarbeitern bewusst gemacht werden müssen. Zur Gastronomie äußerte er sich anhand von wirtschaftlichen Zahlen, „Exklusive Gastronomie ist nicht rentabel sondern wird über die Zimmer subventioniert!“
Spannungsfeld Investor – Bank – Wirtschaftlichkeit
Ausser Zweifel werden Hotelprojekte nur dann auch finanziert und wird in solche Projekte investiert, wenn ein wirtschaftlicher Vorteil, bzw. Erfolg erwartet werden kann. Die Frage ist: Welchen Regeln, welcher Dynamik unterliegt der Erfolg einer Hotelimmobilie? Welche sind die bekannten, welche die unbekannten Faktoren, auf die man gefaßt sein muss?
Worauf muß man bei der Finanzierung eines Hotelprojektes achten? Worauf achtet eine Bank, das Kreditinstitut, ohne welches die Finanzierung heute nur mehr in Ausnahmefällen möglich ist? Was sind die größten Finanzierungsfehler in der Praxis?
Beim Symposium hotel.projekte [wer profitiert?] am 5. Oktober 2006 auf Schloss Sigmundkron wurde diesbezüglich diskutiert:
Zuerst referierte Dr. Benno Harich, Leiter der Kreditabteilung der Südtiroler Sparkasse. „Das Kreditvolumen der Südtiroler Bankengruppen im Bereich Tourismus ist in den letzten 5 Jahren um 70% gestiegen. Damit stellt die Tourismusbranche die am stärksten verschuldete Branche dar. Gründe hierfür sind in erster Linie die qualitativen und quantitativen Erweiterungen. Auch wenn es bei manchen Betrieben Rückzahlungsschwierigkeiten gibt, von einer Krise wie in den 80er Jahren sind wir weit entfernt.“ Laut Harich sind realistische Investitionspläne, detailliert ausgearbeitete Businesspläne mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen, positive Vergangenheitswerte, ein ansprechender Immobilienwert und soft facts der Führungskräfte Grundvoraussetzung für eine Kreditzusage. Die Hoteliers mahnt er jedoch, die Investitionen abzuwägen und die Baukosten unter Kontrolle zu halten, „denn in diesen Bereichen sind die meisten Schwachstellen zu verzeichnen.“
Johannes Mur, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Topconsult zeigte in einem praktischen Modell die Dynamik der Wirtschaftlichkeitsberechnung und die sich ergebende Unterfinanzierung in den ersten Betriebsjahren auf. „Eine Hotelimmobilie braucht vier bis fünf Jahre, bis sie „eingefahren ist“ und sich selbst finanziert. Deshalb sind flexible Finanzierungsmodelle gefragt, die es ermöglichen, die Kapitalrückzahlungen entsprechend dem Unternehmenserfolg zu tätigen. Die gewünschte Auslastung, der angestrebte durchschnittliche Preis,… können nicht gleich im ersten Jahr erreicht werden. Deshalb muss die Unterfinanzierung in den ersten Betriebsjahren in die Ermittlung der Investitionskosten einfließen“ so Johannes Mur.
Sepp Innerhofer, Inhaber der Pergola Residence, hat in ein Konzept des Servicewohnens investiert. „Wir wollten ein einzigartiges, architektonisch ansprechendes Haus, das dem Gast Privatheit, Selbstständigkeit und Freiheit bietet. Der Gast soll keinen Zwang empfinden. Damit haben wir ein innovatives Produkt geschaffen – Auslastung und Rendite geben uns heute Recht. Nicht außer Acht gelassen werden dürfen die Kontakte, die man durch ein Hotel knüpft.“
In dieselbe Kerbe schlägt Familie Urthaler von den Seiser Alm Hotels: „Nur mit etwas Einzigartigem, etwas Besonderem kann man Erfolg erzielen. Deshalb haben wir uns für ein Holzhotel entschieden!“
Spannungsfeld Politik – Wirtschaft – Gesellschaft – Massentourismus
Eine entscheidende Rolle in der Realisierung eines Hotelprojektes spielt die Politik! Den Rahmen geben staatliche Gesetze vor, innerhalb derer die verfeinerten regionalen und komunalen Durchführungsbestimmungen und Richtlinien von grundlegender Bedeutung sind – Stichworte sind: Urbanistik, Landschaftsschutz, Arbeitsplätze, Zukunftssicherung.
Die Politik stellt also - auf verschiedenen Ebenen - die Weichen: Sie legt Grenzen fest, fördert bestimmte Entwicklungen und bremst andere Bestrebungen ein. Welche Ziele werden dabei auf politischer Ebene verfolgt? Wie lautet die übergeordnete Marschrute für Südtirol? Wo besteht Innovations- oder einfach Handlungsbedarf? Woran orientiert sich die Südtiroler Politik in der Weichenstellung für den Tourismus?
Was sagt die Gesellschaft, ganz besonders die Menschen, die in keiner direkten Beziehung zum Tourismus, zu diesem Thema? Wir haben festgestellt, dass sich vorrangig jene Menschen, die in irgend einer Weise ”betroffen” sind (als Nachbarn einer Baustelle, als Einwohner in einer Touristenhochburg, ...) Gedanken darüber machen, welche Bedeutung Hotels bzw. der Tourismus für sie persönlich hat.
Ein Großteil der Einheimischen steht den Fragen eher passiv gegenüber. Welchen Anteil hat der Tourismus am Wohlstand, den wir in Südtirol geniessen? Gibt es auch diesbezüglich kritische Grenzen, die man nicht überschreiten darf?
Beim Symposium hotel.projekte [wer profitiert?] am 5. Oktober 2006 auf Schloss Sigmundkron wurde diesbezüglich ausgiebig diskutiert:
Tourismus-Landesrat Dr. Thomas Widmann, krankheitsbedingt leider verhindert, schickte seine Grußworte, in denen er auf die Erhöhung der Qualitätsstandards, die Wichtigkeit einer zielgruppengerechten Positionierung und die Bedeutung des Miteinander hinwies. „Wer über Tourismus nachdenkt, muss sein Land ganzheitlich im Wettbewerb der Regionen betrachten. Nur wenn wir das „Gesamtkunstwerk Südtirol“ als lebendiges Ganzes sehen, wird unser Tourismus auch in den nächsten Jahren erfolgreich sein. Dazu braucht es Einigkeit, um in seiner Vielfalt erfolgreich zu sein. Dafür lohnt es sich gemeinsam zu denken, zu diskutieren, zu entscheiden, zu arbeiten.“
Luis Kröll, Bürgermeister der Gemeinde Schenna, zeigte die Bedeutung des Tourismus für seine Gemeinde auf. 2005 verzeichnete Schenna 940.000 Übernachtungen bei 125.000 Ankünften. In der Hochsaison nächtigen bis zu 5.500 Gäste und 1.300 Mitarbeiter in der 2.700 Einwohner zählenden Gemeinde. „Nicht nur der Hotelier profitiert von den Gästen, auch die anderen Branchen – fast die Hälfte der Ausgaben der Gäste werden nämlich außerhalb des Hotels getätigt. Die Gemeinde profitiert über die Erschließungsgebühr, die Bergbauern über den landwirtschaftlichen Zuerwerb, und die gesamte Bevölkerung aufgrund der Schaffung von Arbeitsplätzen und die Errichtung von Infrastrukturen.“ Um im Ort eine Harmonie zu gewährleisten ist es notwendig, dass alle Interessensgruppen sensibilisiert werden, dass gegenseitiges Verständnis entwickelt und offen und ehrlich über Bedürfnisse, Ideen und Ängste diskutiert wird, ist Kröll überzeugt. „Damit Hotelprojekte alle begeistern können, sind authentische Angebote notwendig, die die natürlichen Ressourcen nicht gefährden. Außerdem müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Entwicklung zulassen und Grenzen aufzeigen.“ Als große Herausforderung für die Zukunft sieht Kröll die Integration der ausländischen Mitarbeiter in das Dorfleben: „Sie sind Menschen, die hier ihren Wohnraum haben, die Ausbildung brauchen und mit uns leben wollen.“
Dr. Robert Weissensteiner von der SWZ unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Tourismusbranche und zitierte Max Staffler, der meinte, dass Tourismus was für Entwicklungsländer sei. „In gewisser Weise waren wir ein Entwicklungsland. Der Tourismus hat bei uns den wesentlichen Ansporn gegeben, dass Südtirol heute das ist, was es ist. Ohne Tourismus wären wir heute „arme Hunde“. Der Wohlstand hat uns jedoch verwöhnt: wir wollen nicht mehr dienst-leisten!“ In Bezug auf Gesellschaft meint Weissensteiner „Wirtschaft ist Teil der Gesellschaft und impliziert stets Wachstum, Rendite, Veränderung. Die Gesellschaft auf der anderen Seite ist auf Sicherheit, auf Erhaltung des Erreichten aus. Die Politik steht in diesem Spannungsverhältnis und muss wirtschaftliche Nachhaltigkeit garantieren. Auch muss sie den Guten das Wachsen ermöglichen und den Schwachen das Sterben versüßen. Die Idee der Bettenbörse, wie sie der HGV vor Jahren anstrebte, würde den Bedürfnissen des Marktes gerecht werden“.
Was sagt die Gesellschaft zu diesem Thema? Topconsult hat die Meinung der einheimischen Gesellschaft in Statements zusammengetragen:
- „Wenn noch mehr Hotels gebaut werden, dann brauchen wir bald auf jeden Pass hinauf eine Autobahn!“
- „Mir kommt vor, dass nicht mehr so gute Gäste nach Südtirol kommen, wie vor 20 Jahren. Vielleicht werden wir bald wie die kanarischen Inseln?“
- „Wenn man neue Hotels bauen will, dann sollen aber Gäste ins Land geholt werden, die auch etwas liegen lassen!“
- „In Südtirol haben wir genug Hotels! Noch mehr Gäste sind nicht zu verkraften!“
- „Wenn wir den Tourismus nicht hätten, dann ginge es uns wahrscheinlich nicht so gut. Wir Handwerker bekommen viele Aufträge aus diesem Bereich!“
- „In der Hochsaison ist der Verkehr unerträglich. Am meisten stören mich aber die Touristen, die durch Südtirol durchfahren und die Autobahn voll machen! … und nach der Saison sind alle Gasthäuser zu!“
In der Diskussion unterstrich Peter Righi vom Tourismusverband Eisacktal die Wichtigkeit der kreativen Produktentwicklung. „Andere Länder sind uns hier weit voraus. Südtirol braucht deshalb Leitbetriebe.“ Breit diskutiert wurde das Thema „Preisdifferenzierung in der Haupt- & Nebensaison“: „Leisten wir in der Nebensaison weniger?“ fragte sich Carlo Defranceschi von der Villa Tivoli. Dazu Johannes Mur von Topconsult: „Der Gast erhält in der Nebensaison in der Tat weniger. Das Hotel bietet vielleicht gleich viel, aber das Wetter, die kulturellen Rahmenveranstaltungen, das reduzierte verfügbare Gesamtangebot … rechtfertigen unterschiedliche Preise.“ „In der freien Marktwirtschaft bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. In der Nebensaison gilt es, kostendeckend zu arbeiten. Rendite wird in erster Linie in der Hochsaison erwirtschaftet“, so Dr. Thomas Plank, Direktor im Four Point Sheraton Bozen. Frau Rosmary Posch, Hotelierin in Corvara betonte die unterdurchschnittlichen Preise, die verglichen mit anderen Märkten in Südtirol herrschen. „Preisdumping können wir uns nicht mehr leisten, wollen wir nicht den Urlaub unserer Gäste aus eigener Tasche subventionieren. Hierzu muss eine Kultur des Miteinanders innerhalb der Branche geschaffen werden“, unterstrich Johannes Mur (Topconsult).
Spannungsfeld Natur – Kultur – Tradition – Innovation
Interessante Konstrukte ergeben sich auch oft aus den Zubauten und Erweiterungen. Wo sind die Grenzen zu suchen, die Kitsch von wahrer traditioneller Baukunst und –kultur trennen. Was ist modern, innovativ, zeitgemäß und was lediglich unzureichend durchdachtes Flickwerk, wo weder Ästhetik noch Funktionalität dem Anspruch einer funktionierenden Hotelimmobilie gerecht werden? Ist Innovation mit Tradition vereinbar?
Und die Natur? Wieviel Veränderung erfährt die Natur im Rahmen der Realisierung einer Hotelimmobilie? Der Standort selbst, das direkte Umfeld, die Erschließung, die Bauweise, die Isolierungen und Dämmstoffe, die Belastung durch Transporte und Lärm, später die Frage nach der besten Energiequelle für die Beheizung und noch viele andere Punkte betreffen in besonderem Maße auch die Natur, deren bestmöglicher Schutz einem jeden am Herzen liegt!
Diese und andere Fragen bezüglich dieses Spannungsfeld wurden beim Symposium hotel.projekte [wer profitiert?] am 5. Oktober 2006 auf Schloss Sigmundkron erörtert:
Hausherr Reinhold Messner, der persönlich nicht anwesend sein konnte, begrüßte die Teilnehmer in einer Videobotschaft: „Tourismus setzt Mobilität voraus, ist jedoch nur da erfolgreich, wo Mobilität zum Stillstand gebracht wird. Immer wenn der Mensch in die Natur eingreift, verändert er die Landschaft und damit auch die Kultur.“ In Südtirol gibt es relativ wenig Landschaft, und es gilt, starke Orte zu schaffen. „Türmchenarchitektur und Alpenkitsch sind hier fehl am Platz.“ Und auf die Frage „Welche Rolle spielen Kultur und Tradition im Tourismus?“ antwortete er: „Es geht darum, Formen zu finden, die zu uns passen.“ Er wies auf das Nahverhältnis zum Schweizer Architekten Gion Caminada hin, der sagt: „Schaffen wir Wertigkeiten durch Veredelungen der vorhandenen Materialien wie Holz, Porphyr u.a..“ Er forderte die Südtiroler auf, dem Globalen das Lokale, Provinzielle entgegensetzen und ihre Identität aktiv zu leben. Abschließend wies Messner auf die Wichtigkeit des Tourismus als Wirtschaftsmotor und Integrationsfunktion für andere Branchen hin. „In Zukunft wird es ein Dreigestirn Tourismus – Landwirtschaft – Gast geben!“ ist Messner überzeugt.
„Die Orte wachsen zusammen“, sagte Dr. Peter Ortner vom Heimatpflegeverband und weiter: „Grünflächen werden in Südtirol immer seltener und rarer. So werden wir das zerstören, was uns eigentlich lieb und heilig ist. Durch die Bauweisen wird in die Landschaft eingegriffen und es entsteht ein quantitatives Chaos. Ein Durcheinander von Stilelementen, das mit Baukultur oft nur mehr sehr wenig zu tun hat. Die Landschaft ist Träger und Vermittler von Gefühlswelten: … er-leben, er-steigen, er-wandern…. Die emotionale Bindung ist umso stärker, je prägnanter die Landschaft ist“. Hier wurde deutlich, dass der Charakter einer Landschaft den Erholungswert eines Gebietes, eines Urlaubs, bestimmt. Anfangs warf Ortner den Leitspruch „Von der Masse zur Klasse!“ auf und meinte abschließend: „Man befürchtet zu recht den Ausverkauf der Heimat. Bieten wir doch den Menschen das an, wovon sie träumen. Erhalten wir uns einen erhabenen Platz an der Sonne!“
Das Spannungsfeld Natur – Kultur – Tradition – Innovation wurde auch von Architekt Stefan Gamper aufgegriffen, denn: „Integre Landschaft und intakte Ortschaften sind das Kapital in Südtirol, da die Landschaft ein komplexes Bild darstellt. Wir sollten eine Architektursprache schaffen, die reduziert und frei von Zutaten ist.“ Es müssen nicht immer ausgestopfte Tiere, Trockenblumengestecke und Schlernhexen sein: „Auch durch eine ansprechende und zugleich moderne Innenarchitektur, bei der natürliche Materialien wie Holz, Naturstein, aber auch Stoffe verwendet werden und durch zeitgenössische Formen und Elemente kann ein angenehmes und behagliches Ambiente entstehen.“ Zusammenfassend muss ein Hotelbau laut Gamper folgende drei Eigenschaften erfüllen:
1. Er sollte passend zum Ort sein, sich aber nicht anbiedern
2. Er sollte zeitlos sein und gleichzeitig zeitgemäß
3. Er sollte behaglich sein, aber nicht kitschig
Johannes Mur – Topconsult stellte fest, dass unser Land und Landschaftsbild letztlich von monumentalen Schlössern und dominanten Gebäuden geprägt ist. Darf man heute noch solche Bauten bauen? Dr. Roland Dellagiacoma vom Amt für Natur und Umwelt meinte: „Einen guten Bau darf man sehen in der Landschaft! Die damaligen Architekten haben sich was getraut, auch die heutigen Architekten sollen und dürfen sich was trauen. Wir reden von mehr oder weniger Singlebauten in der Landschaft. Gut und viel ist schwer möglich. Das wichtigste beim Ganzen ist das rechte Maß.“ Auch von seiner Seite kam ein Appell an Bauherren und Architekten, jeden Bau in die Landschaft einzubetten. Verbesserungspotential sehe er auch bei der geltenden Landesraumordnung: „Die Anzahl der Gesetzesartikel sollte reduziert werden. Vorgaben zu Bruttogeschossfläche und einer maximalen Höhe würden eine allgemeine Vereinfachung bringen, dem Bauherren Spielraum lassen und die Kreativität der Architekten unterstützen.“
Zum Thema regenerierbare Energien in der Hotelarchitektur beantwortete Dipl. Ing. Wolfram Sparber die Fragen der Teilnehmer: „Es gilt, Energieformen zu wählen, die hier heimisch und verfügbar sind! Die Nutzung der Sonne für die Herstellung von elektrischer Energie (Photovoltaik) und Wärme spricht für energieeffiziente Gebäude und Hotelprojekte. Erneuerbare Energien haben immer das Problem, dass die Anschaffungskosten hoch sind und sich erst mit der Zeit rechnen. Hier eine allgemeingültige wirtschaftliche Berechnung zu machen ist nicht möglich. Öl und Gas werden nur von sehr wenigen großen Firmen angeboten, die in der Folge auch den Preis bestimmen. Ob die Farbe der Photovoltaikanlagen grün, rot oder schwarz sein kann? Hier ist Integration in die Architektur z.B. in Glaselemente etc. angesagt!“, so der Aufruf an die Architekten, die regenerierbaren Möglichkeiten verstärkt zu nutzen.
In einer produktiven Diskussion mit dem Publikum wurden zum Ende des ersten Spannungsfeldes noch wichtige Themen und Inputs aufgegriffen. Herr Dr. Hubert Kinz aus Bregenz / Vorarlberg: „Wenn die Gäste auf einem kompakten Raum gesammelt werden, ist die Dörflichkeit und auch die Provinzialität nicht so sehr gefährdet!“ Michil Costa vom Hotel La Perla in Corvara: „Berghütten werden zu Diskotheken. Sesselliften werden zu bunten Gondelbauten umgebaut, Lerchen und Zirmen werden fixe Schneekanonen, die das ganze Jahr über mit schwarzen Nylonsäcken überstülpt werden. Nicht zu vergessen auch die Lichtverschmutzung: Schlimm sind die vielen Neonlichter und Lichterketten. Man kann die Sterne nicht mehr sehen vor lauter Neonschriften und Skischulenaufschriften. Es weihnachtet bald das ganze Jahr über …“ Von Dr. Robert Weissensteiner – SWZ wurde der Gedanken angeregt, dass immer nur die Hotelarchitektur kritisiert wird, die Genossenschaftsbauten und Handwerkerzonen jedoch architektonische Freiheit zu genießen scheinen.“ Dr. Dellagiacoma begrüßte diesen Gedanken und sprach sich auch für Änderungen und Vorgaben bei diesen Bauten aus. Um jedoch nicht vom Thema abzuschweifen warf er folgenden Gedanken ein: „Worin unterscheidet sich der Südtiroler vom Tiroler Wellnesskämpfer?“
29. September 2006
Ein Hotelprojekt, das begeistert!
Im Online-Gästebuch des Hauses lesen wir:
Herbert und Anna Huber; Topadresse in Hafling; 09.09.2006 20:59:00
Nach vielen Aufenthalten in den letzten Jahren in verschiedenen Hotels in Hafling können wir nur bestätigen, das ist die neue Topadresse im Ort. ... Ihr Haus setzt in vielen Bereichen ganz neue Maßstäbe im "Südtirolangebot". Das ist die Zukunft in der Touristikszene von Südtirol.
Solche Komplimente bestärken uns in unserem Tun! Dankeschön!
Christiane Warasin - Topconsult
Begeisterung als Voraussetzung
Dieses Zitat von Adolf von Knigge charakterisiert unsere Arbeitsweise: wir müssen von einer Idee begeistert sein, an ihren Erfolg glauben und überzeugt sein, dass wir mit unserem Schaffen etwas Positives bewirken. Nur dann empfinden wir Freude bei der Arbeit und setzten uns engagiert ein. Unser Ziel in unserem täglichen Schaffen ist es, Hotelprojekte zu entwickeln und zu managen, die den Ort bereichern und alle Involvierten und Betroffenen - vom Besitzer über die Gäste, Mitarbeiter, Nachbarn, Mitbewerber,... - begeistern! Damit die verschiedenen Interessensgruppen begeistert sein können, ist es notwendig, dass man an allgemein gültigen Werten fest hält, offen mit kontroversen Positionen umgeht, bereit ist, ständig weiter zu lernen und einen sinnvollen Konsens (keinen Kompromiss) sucht.
Um die verschiedenen Positionen kennen zu lernen und mit Experten aus der Branche zu vertiefen und zu diskutieren, organisieren wir am 5. Oktober 2006 ein Symposium zum Thema "hotel.projekte [wer profitiert?]", bei dem die von Hotelprojekten ausgehenden Spannungsfelder
- natur - kultur - tradition - innovation
- politik - wirtschaft - gesellschaft - massentourismus
- investor - bank - wirtschaftlichkeit
- gast - hotelier - mitarbeiter - ausbildung
offen angesprochen werden. Denn nur wenn die Interessensfelder Wirtschaftlichkeit und Finanzierung, Natur und Landschaftsbild, Kultur und Tradition, Architektur und Infrastruktur, Innovation und Trends sowie die Interessen und Bedürfnisse von Hoteliers, Gästen, Mitarbeitern und Einheimischen ausreichend berücksichtigt werden, kann ein profitables Hotelprojekt entstehen, das auch zu begeistern vermag. Und umgekehrt können nur Hotelprojekte, die begeistern, auch profitabel sein. Der Begriff "profitabel" darf hier auf keinen Fall nur auf der monetären Ebene verstanden werden, sondern muss auch unter den Aspekten "Nutzen" und "Bereicherung" verstanden werden.
Wir freuen uns auf eine interessante Veranstaltung mit vielen Impulsen ... denn Tourismus geht uns alle an!
Informationen über das Symposium und uns finden Sie auf www.top-consult.itWenn Ihnen dieser Blog gefallen hat, dann empfehlen Sie diesen Blog bitte weiter!
Herzliche Grüsse
Christiane Warasin - Topconsult


